Köln - Weltweiter Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit - Deutschland
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Termine und Veranstaltungen:

Vox Populi: Christine Schmidt und Christian Heinrici erklären ein wenig mehr über den Weltweiten Marsch und berichten über die Veranstaltungen, die in Köln geplant sind – mit einem musikalischem Nachwort von Toni Schunck.

Hier ein Ausschnitt aus der Sendung, die für den Freien Lokalrundfunk Köln produziert wurde, zum Anhören:

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Terminübersicht

2. Oktober: Internationaler Tag der Gewaltlosigkeit – Auftaktkundgebungen zum Weltweiten Marsch, international in über 100 Städten – ab nachmittags auch auf dem Kölner Heumarkt, mit hochkarätigem Kulturprogramm und Aktionen.

24. Oktober: Friedensmarsch und Kundgebung am größten Militärstandort Deutschlands, in Köln

30. Oktober:Expressions 2009“, multikulturelles Stadtteilfest in Köln-Ehrenfeld – im Rahmen der Interkulturellen Woche – mit vielen Organisationen und Aktionen

Veranstaltungen

2. Oktober: Start des „Weltweiten Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit“ und „Tag der Gewaltlosigkeit“ auf dem Kölner Heumarkt

Friedensfest in Köln

Mahatma Gandhi ist für viele Menschen, die den verschiedenen Formen menschlicher Gewalt gewaltfreie Aktionen entgegensetzen wollen, nach wie vor eines der größten und inspirierendsten Vorbilder. Sein Geburtstag, der 2. Oktober, wurde vor 3 Jahren von der UNO zum „Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit“ ausgerufen. Zum dritten Mal möchten wir diesen Tag nutzen, gemeinsam mit anderen Kölner Gruppen und Initiativen ein Fest der Gewaltfreiheit und des Friedens zu feiern.

Dieses Jahr markiert das Fest darüber hinaus den Beginn des „Weltweiten Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit“ (siehe Rubrik Info auf dieser Seite). In den Abendstunden des 2. Oktober werden an hunderten Orten weltweit Menschen Friedenszeichen mit Fackeln bilden, um zu zeigen: die Mehrheit auf diesem Planeten steht für Frieden und gegen Gewalt.

So auch in Köln: Unterstützt werden wir dabei vor allem von verschiedenen Musikern, denn Musik ist eine universelle Sprache, die jeden Menschen erreicht und Spaß macht! Mit dabei sind u.a. Meditias, Lilli B., Rabenkinder, Children of Lir, Blue Flower sowie Kalk 4 Respect. Auf der Bühne wird es neben viel Musik und einem Auftritt der Schauspielerin und Comedian Magdalena von Podolski selbstverständlich auch einige moderierte Gesprächsblöcke zu den Themen Diskriminierung von Minderheiten, Gewalt an Frauen, Globalisierung und wachsender Militarismus mit Vertretern der einzelnen Gruppen geben. Kurze Lesungen sind ebenso geplant wie eine Tanzperformance.

An den Informationsständen auf dem Heumarkt kann man sich über Inhalte und Arbeit der Gruppen über verschiedenste gesellschaftliche Themen und Aspekte der Gewalt informieren: amnesty international, FIAN, DGB-Jugend Köln, DIDF, „Erinnern und handeln für die Menschenrechte“, Multikulturelle Frauengruppe, Begegnungs- und Fortbldungszentrum muslimischer Frauen, ZIF, Lobby für Mädchen, Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen, Karneval Global, Eltern schwarzer Kinder, Welt ohne Kriege, (weitere sind angefragt).

Start des „Tags der Gewaltlosigkeit“ auf dem Kölner Heumarkt ist um 17 Uhr. Gegen 19:30 Uhr wird das Menschliche Friedenszeichen gebildet, ausklingen wird die Veranstaltung mit Musik.

Bringt Freunde mit und verbreitet die Aktion weiter. Lasst uns gemeinsam von Köln aus ein Zeichen für weltweiten Frieden und Gewaltfreiheit setzen.

Alle weiteren Informationen und Anmeldung unter humanisten (at) netcologne (de) 

und Tel. 0221 766 116

…und so war’s >>>
Alternative Tapferkeitsmedaille an Hanna Jaskolski für jahrzehntelangen zivilen Widerstand und aktive Gewaltfreiheit
Alternative Tapferkeitsmedaille an Hanna Jaskolski für jahrzehntelangen zivilen Widerstand und aktive Gewaltfreiheit
Meditias aus Düsseldorf: HipHop mit intelligentem Text und bewegender Musik
Meditias aus Düsseldorf: HipHop mit intelligentem Text und bewegender Musik
Die Mitternachtstanzgruppe aus Köln Mülheim
Die Mitternachtstanzgruppe aus Köln Mülheim
Christine Schmidt (Mod.) im Gespräch mit Vertreterinnen des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen und Lila in Köln
Christine Schmidt (Mod.) im Gespräch mit Vertreterinnen des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen und Lila in Köln
Blue Flower Project und ein Dig
Blue Flower Project und ein Dig
Stephan Otten spricht für die DGB-Jugend
Stephan Otten spricht für die DGB-Jugend
Children of Lir heizten ein: melodiös!
Children of Lir heizten ein: melodiös!
...und Gedichte von jüngeren Mitbürgern
…und Gedichte von jüngeren Mitbürgern
Nach drei Stunden Programm bildet sich das Zeichen der Gewaltfreiheit auf dem Kölner Heumarkt
Nach drei Stunden Programm bildet sich das Zeichen der Gewaltfreiheit auf dem Kölner Heumarkt


Lesen Sie über den Tag der Gewaltlosigkeit in Köln einen Artikel von Bärbel Helweg in der Neuen Rheinischen Zeitungwww.nrhz.de

Hier auf dem Picasa-Album des Weltmarschs weitere Fotos von Herbert Sauerwein

oder zu Fotos von Wolfgang Geissler auf FlickR

24. Oktober: Marsch auf Wahn

Köln ist der größte Bundeswehrstandort Deutschlands. Unter den zahlreichen Kasernen spielt der Fliegerhorst Köln-Wahn, der unmittelbar am beliebten „Urlaubsflughafen“ Köln-Bonn liegt, eine zentrale Rolle: Neben 4.500 einfachen Soldaten und 1.500 „zivilen Angestellten“ sitzt dort das Luftwaffenamt, das Luftwaffenführungskommando und die logistische Abteilung der gesamten Bundeswehr. Hier werden sämtliche militärischen Entscheidungen über „Auslandseinsätze“ der Luftwaffe getroffen – „Einsätze“, denn Kriege finden ja anderswo statt. Hier fliegen regelmäßig Soldaten in ferne Länder, wo sie angeblich Deutschlands Freiheit verteidigen. Und hier kommen sie wieder an, 33 von ihnen bereits in einem Zinksarg.

Doch der „humanitäre Einsatz-Minister“ Jung und seine Freunde in der Rüstung, die die Militarisierung unseres Landes (mit unserem Geld) kräftig vorantreiben, werden weiter in diese Richtung marschieren, obwohl es eine große, doch bisher unsichtbare Mehrheit in diesem Land gibt, die den Krieg in Afghanistan komplett ablehnt. Machen wir die Mehrheit dieses Landes endlich sichtbar!

Am 24. Oktober werden wir im Rahmen des Weltweiten Marschs für Frieden und Gewaltfreiheit einen Marsch auf Wahn unternehmen.
AlsDie Unsichtbaren, uniformiert mit weißen Masken und Anzügen, bewaffnet mit Plakaten, Fantasie und unserem Mut zur aktiven Gewaltfreiheit werden wir den Ministern, Militärs und Managern zeigen, dass sie es sind, die im Wahn leben.

Seid dabei – denn der Krieg in Afghanistan wird in Köln entschieden!

Treffpunkt: 24. 10. – 13:00 h
Bahnhofsvorplatz (Hbf), Köln
info 0221 766 116

oder unter humanisten (at) netcologne (de)

…und so war’s >>>

Welt ohne Kriege beim Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit in Köln (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Welt ohne Kriege beim Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit in Köln (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
NO WAR Aktion vor dem Kölner Dom (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
NO WAR Aktion vor dem Kölner Dom (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren ziehen um den Kölner Dom (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren ziehen um den Kölner Dom (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren ziehen um den Kölner Dom (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren ziehen um den Kölner Dom (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren im Flughafen Köln-Bonn – ziviler Teil (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren im Flughafen Köln-Bonn – ziviler Teil (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren im Flughafen Köln-Bonn – ziviler Teil (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Die Unsichtbaren im Flughafen Köln-Bonn – ziviler Teil (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Auf dem Zug zum Fliegerhorst Köln-Wahn – Sitz der Luftwaffe (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Auf dem Zug zum Fliegerhorst Köln-Wahn – Sitz der Luftwaffe (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Fliegerhorst Köln-Wahn: den Soldaten wird ein pazifistisches Pin-up übergeben (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Fliegerhorst Köln-Wahn: den Soldaten wird ein pazifistisches Pin-up übergeben (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Und sie werden mit Friedensliedern beschallt Auf dem Zug (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Und sie werden mit Friedensliedern beschallt Auf dem Zug (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Der Kommandeur der Kaserne nimmt gerne an... (24.10. Herbert Sauerwein/AF)
Der Kommandeur der Kaserne nimmt gerne an… (24.10. Herbert Sauerwein/AF)

Weltweiter Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit mit klarem Signal auf dem Militärflughafen Köln-Wahn

Am Samstag, den 24. Oktober hatten sich Friedensaktivisten und die Organisatoren des Weltweiten Marschs für Frieden und Gewaltfreiheit in Köln auf der Domplatte getroffen, um ein menschliches Zeichen gegen die deutsche Teilnahme an Afghanistan Einsätzen zu setzen. Als „Unsichtbare“ – mit weißen Anzügen und Masken bekleidet und begleitet von Trompetenklängen – bildeten sie mit ihren Körpern die Wörter „NO WAR“ – „unsichtbar“, weil auch eine überwiegende aber in den deutschen Medien nur wenig sichtbare Mehrheit den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ablehnt. Bei einem Schweigemarsch rund um den Kölner Dom forderten sie „ent-rüstet euch!“, Deutschland „Raus aus Afghanistan“ und vieles mehr.

Nach dieser sehr emotionalen Aktion fuhren die Aktivisten aus Köln, Düsseldorf und Bonn zum Köln-Bonner Flughafen und setzten ihren Marsch durch alle Terminals des Gebäudes fort, um schließlich zu einer der größten Kasernen Deutschlands und Hauptsitz der Luftwaffe, dem „Fliegerhorst Köln-Wahn“ zu gelangen, von wo aus die meisten Auslandseinsätze der Bundeswehr gesteuert werden. Dort übergaben sie dem Kommandeur der Kaserne ihre Forderungen, sowie – gleichsam als „pazifistisches Pin-Up“ – ein Bild nackter Friedensaktivistinnen, die mit ihren Körpern ebenfalls „NO WAR“ gebildet hatten. Die Kölner Singer-Songwriterin Blue Flower begleitete die Kundgebung mit Friedensliedern, Protestsongs und der Aufforderung an die Kasernierten, doch lieber ihren Job an den Nagel zu hängen.

Hintergrund der Aktion war es, den Soldaten zu zeigen, dass jeder von ihnen durch seine oder ihre Entscheidung dazu beitragen kann, diesen Krieg zu beenden. „In der Tat braucht es Mut zur Gewaltfreiheit, aber gerade das sollte doch auch den Angehörigen der Bundeswehr zuzutrauen sein!“ meinte ein Teilnehmer der Kundgebung.

Die Aktion wurde in den Abendnachrichten des WDR gezeigt und war auch dem Kölner Stadtanzeiger einen kurzen Artikel wert.

(MS, CH)

Lesen Sie hier dazu auch einen Bericht in der Neuen Rheinischen Zeitung.

Webalbum zum Marsch auf Wahn von Dietmar Wegewitz (AF)Webalbum zum Marsch auf Wahn von Dietmar Wegewitz (AF)
Webalbum zum Marsch auf Wahn von Dietmar Wegewitz (AF)

Fotos rechts von der Aktion aus dem Picasa-Album von Herbert Sauerwein (Arbeiterfotografie)

Hier zum Webalbum von Dietmar Wegewitz (Arbeiterfotografie)



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